Der ROI-Mythos: Wie man den Wert von KI wirklich misst
"Spart Zeit" reicht nicht. So machen Sie den Wertbeitrag von KI sichtbar — und budgetfähig.

"Die KI spart uns total viel Zeit." Diesen Satz hört man in fast jedem Pilotprojekt — und er ist wertlos. Nicht, weil er falsch ist, sondern weil ihn niemand im Controlling unterschreiben würde.
Der wichtigste Schritt passiert, bevor das Projekt beginnt: die Baseline. Wie lange dauert der Prozess heute? Wie viele Fehler passieren? Was kostet er? Wer diese Zahlen nicht vorher festhält, kann hinterher keinen Erfolg beweisen — egal wie gut die Lösung ist.
Danach zählen nur harte Größen: eingesparte Stunden mal Stundensatz, reduzierte Fehlerquote mal Fehlerkosten, kürzere Durchlaufzeit mal Umsatzwirkung. "Anzahl Anfragen an den Bot" ist eine Vanity-Metrik und gehört nicht in den Business Case.
Genauso wichtig ist Ehrlichkeit bei den Kosten: Modelle, Betrieb, Wartung und der Mensch, der weiterhin prüft. Profitabel ist eine KI erst, wenn der Nutzen diese Summe deutlich übersteigt — das ist eine Rechnung, kein Bauchgefühl.
Der unterschätzte Nebeneffekt: Sobald man den Wert sauber misst, werden Entscheidungen einfach. Man sieht, welche Use Cases skaliert gehören und welche man besser beerdigt, bevor sie Budget fressen.